Der Internationale Versohnungsbund

Der Internationale Versöhnungsbund (IFOR) ist eine weltweite, überkonfessionelle Organisation, deren Mitglieder sich der aktiven Gewaltfreiheit als Lebensweg und als Mittel der personellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Umgestaltung verpflichtet fühlen.

IFOR wurde 1919 als Antwort auf die Schrecken des Ersten Weltkrieges in Europa gegründet und nimmt seitdem eine starke Haltung gegen Krieg und die Vorbereitung von Krieg ein. Weil sich die Gründer dem Bedarf nach Heilung und Versöhnung in der Welt berwusst waren, formulierten sie die Vorstellung einer Weltgesellschaft, die auf dem Glauben basierte und, dass aktive Liebe in der Lage ist, ungerechte politische, soziale und wirtschaftliche Strunkturen zu verändern. Heutzutage hat IFOR Partnerorganisationen (branches, groups, and affiliates) in mehr als 40 Ländern auf allen Kontinenten.

Auch wenn IFOR eine nationale und regionale Basis aufweist, ist es das Ziel von IFOR, die Trennung der Nationalstaates zu überwinden, in der oft der Grund für Konflikte und Gewalt zu finden sind. Die Mitgliederschaft von IFOR umfasst Gläubige aller großen Religionsgruppen sowie auch jene, die die Kraft für ihr Engagement für Gewaltfreiheit aus anderen spirituellen Quellen ziehen.

Das internationale Sekretariat in Alkmaar in den Niederlanden koordiniert die Kommunikation zwischen den Partnerorganisationen, verhilft Organisationen zu Möglichkeiten, ihre Kapazitäten auszuweiten (und bietet durch das Programm der Frauen als Friedensstifterinnen Trainings in Geschlechterbewusstsein an) und hilft dabei, internationale Kampagnen, Delegationen und wichtige Aktionen zu koordinieren. IFOR hat ausgedehnte Arbeitsbeziehungen mit gleichgesinnten Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und zivilgesellschaftlichen Initiativen auf der ganzen Welt. Die 90jährige Erfahrung von IFOR in der Arbeit für aktive Gewaltfreiheit ist anerkannt und wird von diesen NGOs und anderen respektiert.

IFOR hat mehrere permanente Repräsentanten bei den Vereinten Nationen (UNO) in New York, Genf und Wien, die regelmäßig an Meetings und Konferenzen der UNO-Gremien teilnehmen, dabei stellen sie ihre Erfahrungen aus verschiedenen regionalen Perspektiven zur Verfügung und treten für gewaltfreie Alternativen in den Bereichen Menschenrechte, Entwicklung und Abrüstung ein. IFOR hat Beobachter und außerdem einen beratenden Status im UN-ECOSOC und bei UNESCO Organisationen.

Ferner gehören sechs Friedensnobelpreisträger zu den ehemaligen und aktuellen Mitgliedern von IFOR: Jane Addams (1931), Emily Green Balch (1946), Chief Albert Luthuli (1960), Dr. Martin Luther King (1964), Mairead Corrigan-Maguire (1976) und Adolfo Perez Esquivel (1980) haben immer aktiv zur Verbreitung von gewaltfreien Idealen beigetragen und tun es zum Teil auch heute noch.

 


Das Programm der Frauen als Friedensstifterinnen

Der internationale Versöhnungsbund (IFOR) glaubt, dass ohne Frieden Entwicklung unmöglich ist und dass ohne Frauen weder Frieden noch Entwicklung erreicht werden können. 

Das Programm der Frauen als Friedensstifterinnen (WPP) von IFOR begann im Jahr 1997 und konzentriert sich auf die Unterstützung und Stärkung von Fraueninitiativen, die für Frieden arbeiten.
WPP glaubt, dass speziell die Programme, die weibliche Friedensarbeiterinnen stärken und Frauen und Mädchen dazu ermutigen, sich für Friedensarbeit und den Aufbau einer Zivilgesellschaft zu engagieren, wegbereitend sind für Entwicklung.
Das Ziel von WPP ist es, die Stellung von Frauen durch aktive Gewaltfreiheit zu stärken. Dieses Ziel wird unter anderem durch jährliche Trainingseinheiten für Trainer in gewaltfreier Konfliktlösung, regionale Beratungsstellen für Frauen in Konfliktsituationen, Gender- und Gewaltfreiheits-Training, Lehrgänge, die über die Nutzung von Medien als Instrument für Frieden informieren, Kampagnen wie z.B. die Kampagne am 24. Mai für den internationalen Tag der Frauen für Frieden und Abrüstung und durch die Dokumentation von Frauen in Friedensinitiativen erreicht.

 

 



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